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© 2003 - 2020 SportClub Berlin-Köpenick e. V.

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Wenn der Nikolaus Goldmedaillen verteilt

Es braucht nur sechs Worte, um mehr als 100 Menschen bei einem Indoor-Ruderevent zum Schweigen zu bringen. „Sit ready and prepare for start.“ Wenn der Lautsprecher im Ruderkasten diesen einen Satz verlautet, verstummt die eben noch froh plaudernde Masse Zuschauer, Trainer und Sportler sofort. Zehn Sportler auf den Ruderergometern strecken dann ihren Rücken, blicken auf das Display vor ihnen. Trainer erstarren auf dem Stuhl daneben, Eltern halten die Luft an. „Attention“. Kein Mucks. Bis ein weiteres Wort die Luft zerschneidet: „ROW!“

Dann zischen die Windräder. Wummert bassgetränkte Musik aus den Boxen. Gröhlen Trainer und Ruderfreunde und schießen Eltern Fotos.

300 Starter: Kinder, Jugend und Betreuer

Fast vierzig Mal spielte sich dieses Szenario am 30. November im Ruderkasten der Nixenstraße ab: Beim 25. Nikolausergometerrudern des SCBK. Hier gingen fast 300 Kinder, Jugendliche und Betreuer aus ganz Berlin an den Start und kämpften in 24 Alters- und Gewichtsklassen um die schnellste Zeit – und gegen den inneren Schweinehund. Vom SportClub Berlin-Köpenick stiegen 31 junge Sportler und 2 Trainer aufs Ergo. Sie holten 3 Siege, 2 Silbermedaillen und 4 Bronzeränge.

Die Jüngsten bei ihrem Regattadebüt

Für die Jüngsten aus der Anfängergruppe war es zumeist der erste Wettkampf überhaupt. Man hörte gar Eltern von schlaflosen Nächten und Gedankenkreisen der rudernden Kinder berichten. Die beiden Emmas aus der Anfängergruppe legten allerdings der Nervosität zum Trotz ein tolles Debüt hin, mit Platz 2 und 3 gingen sie stolz vom Platz. Paul W fuhr in einem Feld von 25 Jungsportlern Platz 5 ein, auch ein großartiger Auftakt im Wettkampfgeschehen. Namensvetter Paul M. gelang im Jahrgang 2007 der fünfte Rang bei immerhin 23 Konkurrenten. Nina fuhr im Rennen der ältesten Mädchen auf einen tollen Platz 3. Nur um sieben Zehntel verpasste Alexander Bronze. Trotzdem Top: Platz 4 von 25 Startern. Im gleichen Altersbereich der Leichtgewichte fuhren Finley, Karl und Philipp mit 16 weiteren Sportlern um die Wette. Finley setzte sich dabei nur knapp vor Karl ins Ziel ab, wurde 4.

In der Vereinsstaffel klotzten Alex, Paul M, Nina und Stella dann nochmal gemeinsam heran, mit fünf Zehnteln zum Bronzerang fuhren sie ins Ziel.

Betreuer mussten auch ran

Bevor die Junioren dann zur Tat schreiten durften, gaben sich die Betreuer noch in einem 300-Meter-Rennen die Ehre. Jana trat gegen sechs Trainer-Damen an, ackerte sich als viertschnellste ins Ziel. Großen Dank an dieser Stelle dem Mentor Wembley für sein mitreißendes Engagement vor, während und nach dem Sprintrennen. Henrik brauchte da weniger mentale Stütze, er kam, sah und schob das Windrad so flink an, dass man befürchten musste, es fliegt gleich im hohen Bogen durch den Saal. Er verteidigte spielend seinen Triumph der Vorjahre. 44 Sekunden für 300 Meter.

Zurück zu den eigentlichen Athleten des Tages. Im Rennen der 2.WKE der B-Junioren gaben Valentin und Michail ihr Debüt – mit Bravour. Valentin konnte sich die Bronzemedaille umhängen lassen, sein Freund Michail belegte direkt hinter ihm den vierten Platz. Beide steigen nun von den Anfängern in die Juniorengruppe auf. Niels ging bei den A-Junioren in der 2.WKE in die Strecke, kämpfte bis zur Übelkeit und belohnte sich mit Platz 2. Louis stellte sich den gefürchteten 2000 Metern. Das Ziel seit Wochen klar: Endlich unter sieben Minuten. Im Ziel war es knapp, aber erfolgreich: 6 Minuten 59 Sekunden und 6 Zehntel und ein guter Platz 4.

Gegen 16.20 Uhr ertönte dann ein letztes Mal die tiefe Lautsprecherstimme und mahnte sich für den Start bereit zu halten. Die A-Junioren, normal- wie leichtgewichtig, saßen bereit, die Muskeln aufs Äußerte gespannt. „Row!“ Marten führte das Feld von Beginn an durch die 2000 Meter-Distanz an und beendet als erster mit persönlicher Bestzeit das Rennen. Tim tat es ihm im Feld der Leichtgewichte gleich, übernahm nach einigen hundert Metern die Führung und gab sie nicht mehr her. Ein Doppelsieg im finalen Rennen des Tages für den SCBK. Plus: Micha gelang im Rennen der Leichtgewichte Platz 3, auch in persönlicher Bestzeit.

Allen Sportler herzlichen Glückwunsch zu den tollen Platzierungen, Bestzeiten und Medaillenrängen. Nehmt den Schwung mit in den Winter!

Nicht ohne euch

Doch nicht nur unsere Sportler schwitzen, schnauften und brillierten an dem Tag meisterlich. Schon am Mittwoch vor dem Großevent packten rund 30 Vereinsmitglieder beim Umbau des Kastens zur Wettkampfplattform mit an. Am Samstag wirbelten dann einige Dutzend Helfer durch die Räume, schenkten Getränke aus, heizten den Grill an, erfreuten mit dem Kuchenbüffet, schrieben Urkunden, überreichten Medaillen, verwogen Sportler, spielten Musik, verteilten Nikoläuse, moderierten die Wettkämpfe oder ermöglichten das Renngeschehen überhaupt erst durch ihre Arbeit mit der Technik. Das Nikolausergo ist immer auch ein Gemeinschaftsprojekt. Ohne jeden Einzelnen von euch wäre diese Veranstaltung in dem Ausmaß nicht denkbar und zu stemmen. Deshalb ein großer Dank an alle fleißigen Helfer an diesem Tag, im Vorfeld und beim Aufräumen danach. Ihr seid spitze!